Blick nach Mittelsachsen

Unternehmensnetzwerk im Striegistal will Absatz ankurbeln

Seit zwei Jahren setzt sich das Unternehmensnetzwerk „Striegistal.jetzt“ für eine gemeinsame Vermarktung der Unternehmen am Standort ein. Dabei nutzt das Netzwerk verschiedene Kanäle, um auf die Produkte und Unternehmen aufmerksam zu machen und darüber zu berichten. Begonnen hat alles mit einer gemeinsamen Imagebroschüre, einer Website und einem Facebook-Profil. Mittlerweile ist die dritte Broschüre geplant, die als unverkäufliches Exemplar in Cafés, Praxen und Geschäften in Mittelsachsen ausliegen wird.

Seit November 2018 wird nun auch gemeinsam verkauft. Dafür wurde ein Shop-in-Shop im Etzdorfer Tier- und Gartenmarkt eingerichtet. Durch dieses Regalsystem kann der Kunde Striegistaler Seifen, Straußen-Ei-Nudeln, Senf und Kaffee aus der Schubertmühle und weitere Produkte aus dem Striegistal an einem Standort zu regelmäßigen Öffnungszeiten kaufen. Im nächsten Schritt ist ein gemeinsamer Online-Shop geplant, der jedoch nicht nur Striegistaler Produkte, sondern auch mittelsächsische Spezialitäten anbieten wird. Interessierte Unternehmen können sich mit den Striegistalern in Verbindung setzen.

Für die gemeinsamen Verkaufsstrategien konnten die Striegistaler Unternehmen Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Land(auf)Schwung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft einwerben.

Quelle: IHK Chemnitz, Regionalkammer Mittelsachsen

Anmerkung: LECKERES SACHSEN begann im Frühjahr 2018, die Vermarktung von Spezialitäten regionaler Erzeuger zu forcieren und zu unterstützen, darunter auch solche der Striegistaler Unternehmen. Die Produkte wurden vor Ort durch LECKERES SACHSEN aktiv vertrieben und die Striegistaler Hersteller direkt bei LECKERES-SACHSEN.DE verlinkt. Leider schaffte es nach vielen Monaten keiner der Hersteller, einen Gegenlink zu LECKERES SACHSEN auf der eigenen Website zu setzen. Der aktive Vorschlag, die Präsentation der Anbieter und aktueller Produktangebote bei LECKERES SACHSEN über den Vor-Ort-Vertrieb hinaus zu intensivieren, blieb von allen angesprochenen Striegistaler Unternehmern leider vollständig unbeantwortet.

4 Kommentare
  1. Daniel Zimmermann sagte:

    An dieser Stelle möchte ich mich mal in die Diskussion einklinken und ein paar Sachen klar stellen: Zuerst tut es mir persönlich – als Organisator von Striegistal.jetzt – leid, das LECKERES-SACHSEN seitens der Striegistaler Unternehmer nicht mit Links, Aktionsangeboten oder ähnliches unterstützt wurde. Warum das nicht der Fall war, kann ich nicht beantworten. Aus meiner Erfahrung mit den Unternehmern gehe ich davon aus, dass es eher ein Kommunikationsproblem gewesen sein wird. Wir als Seifenmanufaktur wurden beispielsweise gar nicht angesprochen.
    Zum Kommentar von „Katze“ möchte ich anmerken: Es ist richtig, das es im Jahr 2018 keine neue Ausgabe von Striegistal.jetzt gab – daher gibt es auch auf der dazugehörigen Website keine „Neuigkeiten“. Es gehört zu so einer Ausgabe immer viel ehrenamtliche Arbeit dazu und eine entsprechende Anzahl von Teilnehmer müssen sich auch finden. Wenn Sie beim „spontanen vorbeifahren“ niemanden antrafen, liegt das sicher daran, das es Manufakturen und keine Läden sind. Die Mehrzahl der Hersteller „stellen etwas her“ und haben deshalb den Hofladen teilweise nur wenige Stunden geöffnet. Darum die Shop-in-Shop Lösung in Etzdorf, um eine zentrale Anlaufstelle zu regulären Öffnungszeiten zu schaffen. Bisher wird es sehr gut angenommen, so das jetzt schon ein weiterer Arbeitsplatz OHNE FÖRDERMITTEL geschaffen wird.

    Zum Kommentar von „Bodycamlächler“ möchte ich folgendes Anmerken: Ich habe festgestellt, das von Seiten „Staat und wichtige Interessenvertretern“ – wie Sie es schreiben – eine Unterstützung in der Regel nur erfolgt, wenn erkennbar ist, das sich jemand nachhaltig arrangiert. Und dazu hat jeder die Gelegenheit.

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    • Thomas Rothe sagte:

      Lieber Herr Zimmermann,
      als Inhaber von LECKERES SACHSEN bedanke ich mich für Ihren Blogeintrag und Ihre klarstellenden Worte. Es ist nicht schlecht, wenn durch die Diskussion mehr gegenseitiges Verständnis gefördert wird, was ja auch ein bisschen das Ziel meiner Website ist.

      Im vorigen Jahr habe ich den Versuch unternommen, regionale Erzeugnisse und Spezialitäten verschiedener sächsischer Produzenten in einem eigens dafür vorgerichteten Geschäft „Lecker vom Land“ in Waldheim „gebündelt“ an die Verbraucher zu bringen. Darunter auch die tollen Sachen von einigen Ihrer Striegistaler Mitstreiter (Kaffee, Brände, Straußenprodukte). Im Ergebnis blieb es bei dem Versuch, da die Resonanz der Bevölkerung und auch die Akzeptanz bei den umliegenden Waldheimer Akteuren keinerlei notwendiges Wachstum zum Erreichen einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Umsatzschwelle versprachen. Allein habe ich dazu keine Kraft.
      Bereits im Sommer, aber nochmal konkret zum Zeitpunkt der Geschäftsschließung Ende Oktober habe ich allen meinen Lieferanten angeboten, sich an meiner Initiative LECKERES SACHSEN zur Präsentation und breiteren Bekanntmachung kleiner regionaler Nischenproduzenten zu beteiligen. Ganze zwei Lieferanten von knapp 40 aus Sachsen haben überhaupt auf meine Schreiben reagiert. Ähnlich verhält sich die Situation bei den etwa 150 darüber hinaus angesprochenen Anbietern von Plauen bis Görlitz.
      Wie Sie sehen, erfolgt mein Engagement bislang ebenfalls nur ehrenamtlich. Mittlerweile bin ich dabei, an verschiedene Anbieter außerhalb von Sachsen heranzutreten. Vielleicht gibt es anderweitige Möglichkeiten LECKERES SACHSEN wirtschaftlich sinnvoll und somit nachhaltig zu untermauern.

      Gern biete ich Ihnen an, Ihre Striegistaler Seifenmanufaktur mit ihren vielfältigen Produkten bei LECKERES SACHSEN zu bewerben und direkt zu verlinken. Dazu können wir uns gern unterhalten.

      Viele Grüße

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  2. Katze sagte:

    Klingt alles bissl unglaubwürdig mit striegistal.jetzt. Guckste auf die Internetseite: Letzte Einträge von 2017. Bei Facebook: das typische „ach, wir ham uns doch alle so lieb“ und fährste spontan mal vorbei: Kein Mensch da. Und Shop-in-Shop in Etzdorf? Wer kommt denn mal nach Etzdorf?
    Ich glaube, die haben doch längst ihre Absatzwege oder nicht bloß ein wirtschaftliches Standbein. Aktive Vermarktung läuft nicht nur nebenbei.
    Aber große euphorische Beiträge veröffentlichen, weil wieder Fördermittel genehmigt werden. Wofür?

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  3. Bodycamlächler sagte:

    Das ist doch wie überall. Wasch mich, aber mach mich nicht nass! Solange sich einer Mühe gibt, reihen sich die Nutznießer ganz unauffällig mit ein. Spricht man sie aber an, so schlendern sie ganz unbeteiligt und nichtswissend durch die Gegend. Das Nutzen und Nehmen ist immer einfach, das Beteiligen und Geben aber so schwer. Gut, dass es den Staat und wichtige Interessenvertreter gibt: Die GEBEN öffentliche Fördermittel und immer eine ordentliche Portion Publicity in den Medien!

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