Rote Bete – kein Gemüse von gestern!

Die Rote Bete, in Österreich und Süddeutschland auch „Rahner“ genannt, gehört zu der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Der Name der Roten Bete, der sich korrekterweise mit einem „e“schreibt, hat nichts mit dem Beet zu tun, auf dem die Pflanzen wachsen. Der botanische Name lautet Beta vulgaris. Und von diesem Begriff „Beta“ stammt auch der Name „Bete“. Rote Bete sind sehr eng verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe, Mangold und Spinat.

Den Ursprung hat die Rote Bete vermutlich im Mittelmeerraum und Nordafrika. Sie kam mit den Römern nach Mitteleuropa. Im Mittelalter findet man die ersten Aufzeichnungen über „Beta“, wobei hier Mangold oder Rote Beete gemeint sein kann. Die gleichmäßig rote Farbe ist auf die Veredelung im 19. Und 20. Jahrhundert zurück zu führen.

Auf einer Fläche von ca. 19 ha wurden im vergangenen Jahr Rote Bete in Sachsen von 48 gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Erzeugern angebaut. Geerntet wurden 2017 rund 875 Tonnen des Gemüses, welches zum überwiegenden Teil für die Verarbeitung bestimmt war. Entweder werden die Rüben eingelegt oder aber als fertig gekochte und vakuumierte Rüben verkauft. Viel schmackhafter und gesünder ist natürlich allerdings die frische Verwendung!

Verwendung und Inhaltsstoffe
Die auffällig rote Farbe ist auf die hohe Konzentration des Glykosids Betanin zurück zu führen. Betanin wurde in der Vergangenheit und bis heute als Naturfarbstoff verwendet. In der Lebensmittelindustrie ist er unter der Bezeichnung E 162 bekannt. Allerdings ist dieser Farbstoff nicht sehr hitzebeständig. Zudem ist für die Färbung noch das Anthocyan verantwortlich (E163), das neusten Studien zur Folge „Verkalkung“ in den Blutgefäßen vorbeugen soll.

In der Roten Bete findet man einen hohen Anteil an Folsäure, Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Jod, Eisen und Natrium. Auch Vitamin C, Vitamine aus der B-Gruppe und dem Provitamin A sind in ausgewogener Menge enthalten. Die Blätter der Roten Bete sind ebenfalls reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Zudem ist im Saft der Rübe ein hoher Nitratgehalt, welcher sich leistungssteigernd auswirkt.
Menschen die zur Nierensteinbildung neigen, sollten Rote Bete mit Vorsicht genießen, da der große Anteil an Oxalsäuren die Bildung von Steinen fördert. Diese Oxalsäure behindert zudem die Aufnahme von Eisen.

Küchentipps
In der Zubereitung gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten. Weit verbreitet ist, die Rote Bete eingekocht als Salat anzurichten. In Russland ist Borschtsch sehr beliebt, eine Suppe, bei der Rote Bete ein Hauptbestandteil ist. Die Rübe ist ein schmackhafter Bestandteil für Suppen und Eintöpfe und bringt ein interessantes Farbspiel mit ein. Die jungen Blätter der Rote Bete findet man in der gehobenen Küche oft im Salat.

Es sollte allerdings unbedingt darauf geachtet werden, Gerichte mit Roter Bete nicht lange warm zu halten, da sich gerade bei mittleren Temperaturen aus dem Nitrat das zellschädigende Nitrit bilden kann. Am besten ist es das Gericht sofort zu verspeisen, oder das Gericht im Wasserbad schnell runter kühlen und später wieder aufwärmen. Rote Bete – Gerichte daher immer schön kühl lagern!

Eine Information von LECKERES SACHSEN