Salz bleibt Salz – egal woher es kommt

Salz ist ein Alleskönner – es schmeckt uns, bewahrt seit Jahrhunderten unsere Lebensmittel vor dem Verderb und war früher sogar ein Zahlungsmittel. Heute ist es eher ein Lifestyle-Produkt – die Regale der Supermärkte sind mit Salz aus allen Teilen der Erde gefüllt. Feinschmecker schwören auf rosafarbenes Salz aus dem fernen Nepal oder Fleur de Sel, dessen feine Kristalle in einem besonders aufwendigen Verfahren aus Meerwasser gewonnen werden. Grünes Hawaii-Salz, rosa Himalaya-Salz, persisches Blausalz – Salze aus aller Welt sind im Trend. Aber ist das wirklich so etwas Besonderes? Können wir den Unterschied schmecken? Und brauchen wir diese vielen, teilweise recht teuren Salze? LECKERES SACHSEN hat sich erkundigt.

Was ist das eigentlich, Salz?

Die chemische Antwort ist ganz einfach: Salz ist Natriumchlorid. Aber was unterscheidet Steinsalz von Himalayasalz oder Fleur de Sel? Der größte Unterschied für die Geschmacksnerven liegt in der Kristallgröße. Wir schmecken Salz mit den Sinneszellen auf unserer Zunge. Dabei ist es ein Unterschied, ob Salz als feiner Krümel oder als großes Salzkorn auf unsere Geschmacksknospen trifft. Ob das Salzkorn zartrosa ist und aus dem Himalaya kommt oder blau schimmernd aus dem Iran stammt, ist absolut zweitrangig, denn die meisten Salzsorten bestehen zu mehr als 90 Prozent aus Natriumchlorid.