Weihnachtsbrauch

Traditionelles Heiligabendgericht der Bergmannsfamilien

Das „Neunerlei“ ist ein alter Weihnachtsbrauch, der vor allem im Erzgebirge heute noch treu bewahrt wird. Der Verzehr stellt ein genussvolles, besonderes Ritual dar, das Ruhe, Gelassenheit und Besinnlichkeit am Tisch und in der Stube verbreiten soll. Außerdem sollte man während des Mahls nicht aufstehen, da man sonst im neuen Jahr bestohlen wird oder – laut Überlieferung – die Hühner die Eier verlegen. Wichtig ist auch, alles aufzuessen, weil man sonst sein Glück nicht findet. Die Reste werden meist am nächsten Tag gegessen.

Das „Neinerlaa“ besteht aus neun verschieden zu kombinierenden Speisen, die jeweils Erinnerungen und Wünsche etwa für Gesundheit, Geld oder Liebe symbolisieren. Die Anzahl der Speisen ist festgelegt, ihre Reihenfolge und Auswahl ist jedoch regional und von Familie zu Familie sehr unterschiedlich. Serviert werden die Speisen häufig auf speziellen „Neinerlaa“-Tellern.

Eines wird jedoch überall versucht einzuhalten: das verbindende Element – neun Speisen gehören zum Festessen auf den Tisch. Die Drei zählt als Glückszahl. Die Zahl Neun ist durch Drei teilbar und beschert deshalb dreifaches Glück. Die Neun bedeutet andererseits auch eine Verdreifachung der Heiligen Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Quelle: Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH

LECKERES SACHSEN wünscht frohe & genussreiche Weihnachtsfeiertage!