Kleines hellbraunes Schild auf dem mit weißer Schrift

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(BZfE) – Weltweit nimmt die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln zu. Die Länder mit den größten Märkten nach Umsätzen waren im Jahr 2017 die USA (40 Milliarden Euro), Deutschland (10 Mrd. Euro), Frankreich (7,9 Mrd. Euro) und China (7,6 Mrd. Euro). Der Gesamtwert lag bei geschätzten 90 Milliarden Euro, geht aus der aktuellen Ausgabe der Studie „The World of Organic Agriculture“ hervor. Dieses statistische Jahrbuch zum weltweiten Biolandbau wird vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und dem Weltdachverband des Biolandbaus „IFOAM – Organics International“ gemeinsam herausgegeben.

Wie viel die Menschen in Bio-Lebensmittel investieren, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. So gaben die Schweizer im Jahr 2017 mit 288 Euro pro Kopf das meiste Geld für ökologische Erzeugnisse aus. Dänemark lag mit 278 Euro auf dem zweiten Platz, gefolgt von Schweden (237 Euro) und Luxemburg (203 Euro). Die Österreicher ließen sich Bio-Ware 196 Euro und die Deutschen immerhin 122 Euro kosten. In der EU lagen die Pro-Kopf-Ausgaben bei durchschnittlich 67 Euro, während es weltweit nur 10,80 Euro waren.

Den höchsten Bioanteil am Gesamtmarkt für Lebensmittel hatten Dänemark (13,3 %), Schweden (9,1 %), die Schweiz (9,0 %), Österreich (8,6 %) und Luxemburg (7,3 %). In Deutschland waren es nur fünf Prozent. Je nach Produkt gab es jedoch große Unterschiede. So lag der Bioanteil bei Eiern in Dänemark und Frankreich bei rund 30 Prozent und in Deutschland bei 21 Prozent. In Schweden, Österreich und der Schweiz kommen Bio-Milchprodukte auf mehr als zehn Prozent.

Der Ökolandbau hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Im Jahr 2017 wurden weltweit fast 70 Millionen Hektar biologisch bewirtschaftet – 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Australien war das Land mit der größten Bio-Anbaufläche (35,7 Mio. ha), gefolgt von Argentinien (3,4 Mio. ha) und China (3,0 Mio. ha). Mehr als die Hälfte der Bio-Fläche befand sich in Ozeanien (51,4 %). Die EU lag mit 12,8 Millionen Hektar auf den vorderen Plätzen. Die Top 3-Anbauländer waren Spanien (2,1 Mio. ha), Italien (1,9 Mio. ha) und Frankreich (1,7 Mio. ha). In vielen Ländern übertraf die Nachfrage allerdings die inländische Produktion.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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