Weltbodentag 2018:

Festveranstaltung mit Präsentation Boden des Jahres 2019

Böden sind eine unserer unverzichtbaren Lebensgrundlagen. Ohne sie wäre das Leben auf der Erde nicht möglich. Der Schutz der Böden ist daher eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit. Rund ein Viertel der weltweiten Landfläche ist bereits von Degradation betroffen. Jedes Jahr gehen geschätzte 24 Milliarden Tonnen fruchtbaren Bodens aufgrund von Erosion, Bebauung, Verdichtung und Ressourcenabbau verloren. Der Druck auf den Boden wird vor allem dadurch erhöht, dass die wachsende Bevölkerung der Erde ernährt und Siedlungsflächen gewonnen werden müssen. Um die unersetzbare wie begrenzte Ressource Boden zu würdigen und für ihren Schutz zu werben, wird seit dem Jahr 2005 jeweils am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Bodens, der „Boden des Jahres“ vorgestellt. Die Auswahl trifft das „Kuratorium des Bodens des Jahres“.

Der Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft des Freistaates Sachsen übernimmt die Schirmherrschaft sowohl für den Tag des Bodens 2018 als auch den „Boden des Jahres 2019“, den Kippenboden. Dieser Boden entsteht vor allem, wenn infolge des Braunkohletagebaus Sand oder Lehm zur Bildung neuer Böden aufgetragen und hergerichtet werden. Die Kippenböden sind daher vor allem im Rheinischen Braunkohlenrevier in der Kölner Bucht sowie auf großer Fläche im Mitteldeutschen Braunkohlerevier bei Leipzig-Halle und im Lausitzer Braunkohlerevier zu finden. Daher ist es dem Freistaat Sachsen ein besonderes Anliegen, bei der Festveranstaltung zum Weltbodentag 2018 am 05.12.2018 in Berlin den Kippenboden als „Boden des Jahres 2019“ mit seinen Besonderheiten, Herausforderungen und Perspektiven näherzubringen.